Schwarzer Schwan

Es hat lange gedauert bis ich mich zu dieser Rezension durchgerungen habe und ich habe das Buch ehrlicherweise noch nicht zu Ende gelesen. Zuerst dachte ich, dass es daran liegt, dass ich momentan ein Energietief habe oder mir die Inhalte des Buches intellektuell zu anspruchsvoll sind. Inzwischen denke ich, dass der Inhalt nicht so komplex ist und es außerdem möglich ist, auch komplizierte Inhalte verständlich und unterhaltsam darzustellen. Das Lesen des Buches ist ehrlich gesagt eine Qual und ich fragte mich die ganze Zeit, wann er endlich zum Punkt kommt, zu den bahnbrechenden Inhalten, die so revolutionär und neu sind, dass sie das eigene Weltbild auf den Kopf stellen. So ähnlich war zumindest meine Erwartungshaltung nach allem, was ich über dieses Buch gehört hatte. Zudem ist der „schwarze Schwan“ ja fast zu einem geflügelten Begriff geworden, ha ha, der in intellektuellen Kreisen ganz selbstverständlich als Synonym für höchst unwahrscheinliche Ereignisse gebraucht wird.

Bin ich zufällig auf das Buch gestoßen?

Ich habe also im Vorfeld schon öfters von dem Buch gehört und der Klappentext hat mein Interesse geweckt, denn der Autor wird darin als einer der klügsten, kritischsten und innovativsten Denker bezeichnet und es geht um Zufall, mit dem ich mich auch schon viel beschäftigt habe.

Die Aussage, die ich dem Buch bisher entnehmen konnte ist, dass es Ereignisse gibt, die keinerlei Wahrscheinlichkeit unterliegen und die einen enormen Einfluss auf ganze Volkswirtschaften haben können, was vermutlich damit zusammenhängt, dass aufgrund der Überraschung keinerlei Vorkehrungen getroffen wurden. Es sei sehr gefährlich davon auszugehen, dass etwas nicht existiert, nur weil es noch nie da gewesen ist, die Wahrscheinlichkeit also bei scheinbar Null liege. Als Beispiel führt er den schwarzen Schwan an. Nur weil viele Jahre ausschließlich weiße Schwäne gesichtet wurden, kann man nicht davon ausgehen, dass es keine schwarzen Schwäne gibt. Wenn in einem bestimmten Beobachtungszeitraum ein Ereignis niemals eingetreten ist, liegt die Wahrscheinlichkeit dafür zwangsläufig bei Null. Nach Eintritt des Ereignisses liegt die Wahrscheinlichkeit bei größer Null und es ist sehr unwahrscheinlich, dass das Ereignis in der nächsten Zeit wieder eintritt, aber möglich, da eine geringe Wahrscheinlichkeit gegeben ist. Talebs Schlussfolgerung ist, dass es sich bei diesen Ereignissen schlichtweg um Zufall handelt.

Wahrscheinlichkeits- oder Milchmädchenrechnung?

Mir selbst ist etwas passiert, mit dem ich niemals gerechnet hätte und die Wahrscheinlichkeit für dieses Ereignis war sehr gering, dennoch ist es geschehen. Nach diesem Ereignis war mir schlagartig klar, dass es Kräfte zwischen Himmel und Erde gibt, die nicht mathematisch und physikalisch zu errechnen und zu messen sind. Es handelt sich vielmehr um Energien und Schwingungen, die ich mit meinem Denken erzeuge, und die gleichschwingende Ereignisse wie ein Magnet anziehen. Jedes Ereignis folgt Gesetzen – meiner Meinung nach – nicht den uns bekannten physikalischen Gesetzen oder Wahrscheinlichkeitsrechnungen, jedoch den universellen Gesetzen des Universums. An Zufall glaube ich nicht.

Vielleicht habe ich die Aussage des Buches bisher komplett missverstanden und die Genialität offenbart sich erst gegen Ende des Buches, wahrscheinlich, also nicht ausgeschlossen. Daher kann ich weder eine Empfehlung für noch gegen das Buch aussprechen. Ich kann allerdings sagen, dass es mindestens 200 von insgesamt fast 600 Seiten sehr zäh zu lesen für mich war und keinen Spaß machte.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es dir gefällt ist gegeben und damit größer Null!

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